Fjäll & Fika
      Martina Rademacher Photography

Ausgewandert - Eingewandert

10.11.2025 - Erster Eintrag

Ganz zuerst noch einmal ein Herzliches Willkommen und schön, dass du Interesse an meinem Blog hast! Ich freue mich sehr darüber!

Wir sind im Juli 2025 nach Schweden ausgewandert. Wir - das sind mein Mann Tony und ich (Martina) mit unseren beiden Töchtern. Schon lange geisterte der Gedanke der Auswanderung nach Schweden in unserem Kopf herum und irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem wir sagten "Jetzt oder nie". Natürlich schüttelt man so einen großen Schritt nicht einfach so aus dem Ärmel, sondern man muss einige Voraussetzungen mitbringen, damit man im neuen Land auch leben kann und darf vor allen Dingen. 

Diese Voraussetzungen konnten wir mit dem Verkauf der Firma und unseres Hauses erfüllen und daher war tatsächlich auf einmal die Erfüllung unseres Traumes zum Greifen nahe. 

Schon 2024 haben wir angefangen, uns nach Häusern in Schweden umzuschauen und waren uns aber noch nicht ganz sicher, in welche Region es gehen sollte. Der Norden zieht uns irgendwie magisch an und wir lieben die Einsamkeit, aber letztendlich haben wir (auch den Kindern zuliebe) die Vernunft walten lassen und uns für den nördlichen Süden bzw. die südliche Mitte Schwedens entschieden. 

Als wir angefangen haben, uns für Häuser zu interessieren, haben wir hauptsächlich auf der schwedischen Immobilienseite www.hemnet.se geschaut und dort darauf geachtet, wie die Häuser so generell ausgestattet sind, wie die Preise sind und natürlich haben wir dann auch das Bieterverfahren bei einigen Häusern beobachtet. In Schweden ist es nämlich fast immer üblich, dass man ein Gebot für eine Immobilie abgibt. Jedoch bekommt nicht automatisch der Meistbietende den Zuschlag, sondern der Verkäufer hat das letzte Wort und entscheidet, wem er sein Haus verkaufen möchte. 

Ende Dezember 2024 haben wir dann die erste Maklerin auf ein Haus angeschrieben. Wir sollten am nächsten Tag kommen und besichtigen, davon trennten uns jedoch 1000 km. So spontan sind wir dann doch nicht. Wir hätten dann einen neuen Termin gehabt, zwischenzeitlich hatten sich aber andere Interessenten gemeldet und das Haus war weg, bevor wir es uns anschauen konnten. 

Anfang Januar habe ich erneut eine Maklerin angeschrieben und diesmal hat es geklappt, mein Mann ist nach Schweden gefahren und hat zusammen mit seinem Bruder unser Traumhaus besichtigt. Noch während sie auf dem Rückweg nach Deutschland waren, habe ich eine E-Mail mit unserem Gebot geschrieben, dieses wurde vom Verkäufer noch ein bisschen erhöht - wir haben angenommen und den Zuschlag für unser Haus bekommen. Das war echt verrückt! Niemals hätte wir damit gerechnet, dass das so schnell gehen kann. Im Internet liest man ja die wildesten Geschichten und ich konnte es wirklich nicht glauben, dass wir wirklich den Zuschlag bekommen haben. 

Ende Januar ging es für uns dann wieder nach Schweden, zur Vertragsunterzeichnung und Anfang April war die Schlüsselübergabe. Wir verbrachten die Osterferien in unserem neuen Haus und nutzten die Zeit zum Renovieren und Einrichten. 

In Deutschland hieß es dann anschließend: entrümpeln, aussortieren, packen, organisieren und planen. Wenn ich dir erzähle, dass wir unser Haus genau 5 Tage vor dem Umzug verkauft haben, dann klingt das auch für mich echt verrückt! Die Zeit war super anstrengend und natürlich auch sehr emotional. Besonders der Abschied von der Familie war hart. Aber wir waren voller Vorfreude auf unser neues Leben. Denn wir wollten nicht einfach nur auswandern, sondern wir wollten nach Schweden einwandern!

Ich finde, das ist tatsächlich ein ganz schön großer Unterschied. Irgendwo weg zu wollen oder irgendwo hinzuwollen. Und wir wollten in erster Linie nach Schweden. Klar, Deutschland hat es uns echt leicht gemacht zu gehen und auf der Pro-Contra-Liste stand auf der Contraseite einzig und allein die Familie, aber trotzdem wollten wir einfach die Erfahrung machen, wie es ist in einem anderen Land zu leben. Wie fühlt es sich an, nicht nur im Urlaub zu sein, sondern dieses Gefühl von Freiheit, die schöne Natur und die wenigen Menschen tagtäglich zu haben?!

Jetzt, 4 Monate später können wir sagen: Das fühlt sich echt gut an. Es ist natürlich auch nicht alles rosarot hier. Logisch. Aber davon berichte ich dir in einem anderen Blogartikel. 

Die Anfangszeit hier hat sich wirklich angefühlt wie ein sehr langer Urlaub. In unserem Haus haben wir uns von Tag 1 an total zu Hause gefühlt, aber der Rest war total unwirklich. Ich habe bestimmt jeden Tag gesagt: "Krass! Wir leben jetzt hier!" Und der Sommer hat natürlich alle Trümpfe gezogen. Er war einfach wundervoll. Wir haben alle Badestellen in der Umgebung erkundet, waren ganz oft am Meer und haben das Leben in vollen Zügen genossen. 

Nebenbei haben wir alle Schritte unternommen um uns hier ordnungsgemäß anzumelden, die Personnummer zu beantragen usw. Dazu schreibe ich aber auch einen extra Artikel, denn das war zwar nicht schwer, aber dennoch gibt es jede Menge zu beachten. 

Wenn du bis hierher gelesen hast, dann danke ich dir von Herzen! Der nächste Artikel ist schon in Arbeit. 

 
 
 
 
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